GRÜNE ZUKUNFT?!

zweitstimmen 2017 t Wir schreiben den 22. September 2017, nur noch zwei Tage bis zur Bundestagswahl in Deutschland. Wie in vielen Bereichen sind die Goethe-Schüler der Bevölkerung einen Schritt voraus. Schon am Freitag waren die Klassen 10-12 aufgerufen, ins grüne Foyer des Goethe-Gymnasiums zu kommen, um (in)offiziell ihre Stimme zur Bundestagswahl abzugeben. 197 Wähler/innen entschieden, dass die Grünen-Kandidatin Sylvia Kotting-Uhl mit einem Direktmandat des Wahlkreises Goethe-Gymnasium in den Bundestag einziehen solle. Insgesamt wählten die Schülerinnen und Schüler im grünen Wahlfoyer die Grünen mit ca. 25% der Stimmen als stärkste Partei in den Bundestag. Statt Jamaika ...

... stünde nun Rot-Rot-Grün auf dem Programm. Die Verhältnisse zeigen starke Unterschiede zum echten Wahlergebnis. Dabei ist zu nennen, dass die CDU/CSU im vom Goethe gewählten Bundestag nach Grünen, SPD und Linke nur viertstärkste Fraktion wäre. Die AfD hätte es noch nicht einmal über die 5%-Hürde geschafft (nicht einmal 2%). Dieses Wahlergebnis zeigt, wie deutlich sich das Wahlverhalten nach Alter unterscheidet und dass das Nachdenken über eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 lohnen könnte. Wahlbeobachter waren die Schülerinnen und Schüler des Gemeinschaftskunde-4-Stünders von Frau Irmen, die diese Wahl in Gang setzte. Den offiziellen „Touch“ bekam die Jugendwahl durch die echten Wahlurnen, welche uns dankenswerterweise von Herrn Herpel zur Verfügung gestellt wurden, da unsere Schule am 24. September als echtes Wahllokal diente. Außerdem wurden unsere Mitschülerinnen und Mitschüler – allesamt Erstwähler/innen – schon auf ihre bevorstehende Wählerkarriere vorbereitet, indem wir als Stimmzettel Duplikate des echten Stimmzettels verwendeten. Wichtig waren auch die Wahlgrundsätze: Die Wahl in Deutschland ist frei, gleich, geheim, unmittelbar und allgemein. Bis auf letzteren wurden die Wahlgrundsätze alle beachtet, doch, wie im echten Leben, haben auch wir eine Altersgrenze gezogen. Die Ausnahme der mittleren und unteren Klassen vom Wahlrecht erfolgte aufgrund der knappen politischen Bildung bis Klasse 9. Zum Abschluss kann man sagen, dass es eine sehr erfolgreiche und interessante U-18-Wahl war und es hoffentlich Tradition bleibt, am Goethe mit Jugendwahlen etwas früher Demokratie zu wagen. Sara B. und Patricia G.